Wann Starben die Dinosaurier Aus?
8. September 2026
Die nichtvogelartigen Dinosaurier starben vor etwa 66 Millionen Jahren aus, am Ende der Kreidezeit. Diese Grenze zwischen Kreide und Paläogen wird K–Pg-Grenze genannt, und die aktuelle Zeitskala der Internationalen Kommission für Stratigraphie legt sie auf 66,0 Millionen Jahre.
Das Aussterben war geologisch abrupt, aber die Aussage «alle Dinosaurier starben genau vor 66 Millionen Jahren» braucht eine wichtige Korrektur: Vögel überlebten. Vögel sind lebende Dinosaurier, deshalb waren es die nichtvogelartigen Dinosaurier, die an der K–Pg-Grenze verschwanden.
Das Datum: Vor 66 Millionen Jahren
Radiometrische Datierung hat es Wissenschaftlern ermöglicht, das Alter der Aussterbegrenze mit dem Alter des Chicxulub-Einschlags mit bemerkenswerter Genauigkeit zu vergleichen.
Eine Studie fand, dass Einschlag und K–Pg-Aussterben innerhalb von etwa 32.000 Jahren zusammenfielen, ein auf geologischen Zeitskalen extrem kurzes Intervall. Das bedeutet nicht, dass jeder einzelne Dinosaurier der Erde am selben Tag starb. Es bedeutet, dass Einschlag und biologische Krise bei der aus dem geologischen Archiv verfügbaren Auflösung praktisch zeitgleich sind (Renne et al., 2013).
Was Löste das Aussterben der Dinosaurier Aus?
Die stärksten Belege identifizieren den Chicxulub-Asteroideneinschlag als den primären Auslöser des Massenaussterbens am Ende der Kreidezeit.
Eine weltweite Grenzschicht enthält Material, das mit dem Einschlag verbunden ist, und ihre zeitliche Einordnung passt zum Aussterben. Chicxulub selbst ist eine Einschlagstruktur von rund 180 Kilometern Größenordnung, zentriert nahe der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Eine große Übersichtsarbeit kam zu dem Schluss, dass die globale Auswurfschicht, die Kraterbelege, das Aussterbemuster und modellierte Umweltwirkungen zusammen den Einschlag als Auslöser stützen (Schulte et al., 2010).
Um dieses allgemeine Intervall herum ereigneten sich auch gewaltige Eruptionen im Dekkan-Trapp in Indien, daher haben Wissenschaftler untersucht, ob Vulkanismus das Aussterben verursachte oder verstärkte. Hochauflösende Archive zeigen, dass die wesentliche vulkanische Ausgasung vor dem Einschlag begann, während das abrupte Massenaussterben und die große Störung des Kohlenstoffkreislaufs mit Chicxulub zusammenfallen. Die am besten gestützte Deutung ist, dass der Einschlag der Hauptauslöser des Aussterbens war, während der Dekkan-Vulkanismus Teil des breiteren Umwelthintergrunds bildete (Hull et al., 2020).
Was Geschah Nach dem Einschlag?
Die unmittelbaren Wirkungen nahe dem Krater waren katastrophal, aber die globalen atmosphärischen Folgen erklären, warum ein Einschlag in einer Region Ökosysteme weltweit stören konnte.
In die Atmosphäre geschleudertes Material verringerte das einfallende Sonnenlicht und führte zu rascher Abkühlung. Das verringerte Licht hätte auch die Photosynthese geschädigt und Nahrungsnetze von Pflanzen und Plankton aufwärts destabilisiert. Belege aus dem Kraterkern stützen eine schwere Umweltkrise nach dem Einschlag mit atmosphärischen Aerosolen und verminderter Photosynthese.
Das genaue Rezept dieses «Einschlagwinters» bleibt ein aktives Forschungsthema. Studien haben die Beiträge von Sulfataerosolen, Ruß und feinem Silikatstaub untersucht, und neuere Arbeiten haben die Einschätzungen zur Bedeutung einiger Komponenten revidiert. Die allgemeine Schlussfolgerung, eine rasche, vom Einschlag getriebene globale Umweltkrise, ist stark, während der genaue relative Beitrag jedes Materials unsicher bleibt.
Starben Alle Dinosaurier Aus?
Nein. Jede bekannte Linie nichtvogelartiger Dinosaurier verschwand an der K–Pg-Grenze, aber einige vogelartige Dinosaurier überlebten. Diese Überlebenden brachten die enorme Vielfalt der heute lebenden Vögel hervor.
Das Überleben selbst war selektiv. Untersuchungen an fossilen Pflanzen und frühen Vögeln zeigen, dass der Einschlag eine großflächige Waldzerstörung verursachte und dass die frühesten überlebenden Kronen-Vogellinien eher mit bodenbewohnenden Lebensweisen verbunden waren als mit baumabhängigen. Die Einzelheiten, warum genau bestimmte Vogellinien überlebten, werden noch verfeinert (Field et al., 2018).
Du kannst das letzte Zeitalter der Dinosaurier auf der interaktiven Pangea-Karte erkunden und die Zeitleiste ans Ende der Kreidezeit bei 66 Ma bewegen.
Häufig gestellte Fragen
Tötete der Asteroid jeden Dinosaurier sofort?
Nein. Der Einschlag geschah plötzlich, aber das Aussterben war eine ökologische Katastrophe, nicht das sofortige Verschwinden jedes Tieres weltweit. Geologische Datierung zeigt, dass Einschlag und Massenaussterben zeitlich extrem nahe beieinander lagen, während sich die daraus folgende Dunkelheit, Abkühlung und Störung der Nahrungsnetze nach dem Einschlag entfaltet hätten.
Sind Vögel Dinosaurier?
Ja. Moderne Vögel sind der überlebende vogelartige Zweig der Dinosauria. Deshalb sagen Wissenschaftler ausdrücklich, dass die nichtvogelartigen Dinosaurier an der K–Pg-Grenze ausstarben.
War es der Asteroid oder der Dekkan-Trapp-Vulkanismus?
Die am besten gestützte Deutung ist, dass der Chicxulub-Einschlag der Hauptauslöser war. Der Dekkan-Trapp-Vulkanismus war vor und nach dem Einschlag aktiv und prägte den Umwelthintergrund, aber das abrupte Aussterben fällt mit Chicxulub zusammen.