Wo War Indien vor 250 Millionen Jahren?

8. Juni 2026

Indien liegt heute in den Tropen. Aber vor 250 Millionen Jahren war es an einem vollig anderen Ort, mit der Antarktis und Afrika in Gondwana verbunden, weit sudlich des Aquators.

Indiens Position Auf Pangea

Zur Zeit Pangeas war Indien in Gondwana eingebettet, zwischen der Antarktis im Suden und Afrika im Westen, bei etwa 50 bis 65 Grad sudlicher Breite. Das Land war kalt und vergletschert. Permische Gletscherablagerungen finden sich quer durch Indien.

Die Flora war von Glossopteris dominiert, dem kalteangepassten Samenfarn, der auf allen Gondwana-Kontinenten gefunden wird.

Glazialer Nachweis in Indien

Die Gondwana-Supergroup Indiens bewahrt einen bemerkenswerten Bericht dieser kalten Vergangenheit. Tillite finden sich quer durch Zentral- und Halbinsel-Indien. Glazialschrammen sind in mehreren indischen Bundesstaaten dokumentiert.

Dieser Glazialnachweis in heute tropischen Breiten war eine der Schlusselbeiobachtungen, die Wissenschaftler von der Kontinentaldrift uberzeugten.

Gletscherablagerungen und Schrammen in der Halbinselinsel Indiens sind direkte Beweise dafur, dass Indien einst in der Nahe des Sudpols lag.

Die Dramatische Reise Nach Norden

Nachdem Pangea zu zerfallen begann, trennte sich Indien vor etwa 130 Millionen Jahren von Afrika und der Antarktis und begann eine aussergewohnliche Reise nordwarts, mit bis zu 20 Zentimetern pro Jahr.

Die Kollision mit Asien vor etwa 50 Millionen Jahren baute den Himalaya. Fossilien mariner Lebewesen vom Meeresboden des Tethys-Ozeans finden sich jetzt an den Gipfeln dieser Berge.

Haufig gestellte Fragen

Lag Indien vor 250 Millionen Jahren in der Nahe des Sudpols?

Ja. Indien lag bei etwa 50 bis 65 Grad sudlicher Breite, nahe dem Rand des Gondwana-Eisschilds, vor 250 Millionen Jahren.

Woher wissen wir, wo Indien vor 250 Millionen Jahren war?

Mehrere Beweislinien bestatigen Indiens alte Polarposition: Gletscherablagerungen, palamagnetische Messungen, ubereinstimmende Fossilien mit anderen Gondwana-Kontinenten und Gesteinstypkorrelationen.

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